Manchmal treffen innerhalb kurzer Zeit hunderte oder tausende Spam-Mails im Postfach ein – oft ausgelöst durch ein Botnet, das über viele verschiedene IP-Adressen gleichzeitig Nachrichten verschickt. Das kann nicht nur dein Postfach überlasten, sondern in Einzelfällen auch dazu führen, dass deine eigenen, legitimen E-Mails vorübergehend in Spamfiltern landen. Dieser Artikel zeigt dir, wie du in so einer Situation vorgehst.
Voraussetzungen
- Ein E-Mail-Postfach bei HostPress
- Zugriff auf die DNS-Verwaltung deiner Domain (bei uns oder bei deinem externen Anbieter)
- Zugriff auf das Kundencenter, um den Support zu kontaktieren
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Muster erkennen
Typische Anzeichen für eine Botnet-gesteuerte Spam-Welle sind: sehr viele E-Mails in kurzer Zeit, Absender-Adressen, die stark variieren oder gefälscht wirken, und eine große Anzahl unterschiedlicher Absender-IPs. Das serverseitige Greylisting fängt einen Teil davon automatisch ab, kann eine akute Welle aber nicht immer vollständig verhindern.
2. Prüfen, ob eigene E-Mails nicht mehr ankommen
Wenn du merkst, dass Antworten auf deine eigenen E-Mails ausbleiben oder du den Eindruck hast, „ins Nirvana“ zu schreiben, kann das daran liegen, dass deine Domain durch die Spam-Flut vorübergehend an Reputation verloren hat und dadurch selbst in Spamfiltern gelandet ist. Nutze in diesem Fall alternativ das Kontaktformular auf unserer Website, um uns zu erreichen.
3. Support um Whitelisting bitten
Kontaktiere unseren Support und schildere kurz die Situation (ungefähre Anzahl der Spam-Mails, Zeitraum, betroffene Domain). Wir prüfen dann, ob deine Domain versehentlich serverseitig blockiert wurde, und nehmen sie bei Bedarf in die Whitelist auf.
4. E-Mail-Weiterleitungen prüfen
Falls du eingehende E-Mails an ein privates oder externes Postfach weiterleitest, wird Spam über diese Weiterleitungskette ungefiltert durchgereicht – selbst die beste serverseitige Blockliste hilft dann nur begrenzt. Prüfe, ob du Weiterleitungen bei akutem Spamaufkommen vorübergehend deaktivieren oder zusätzlich filtern lassen möchtest.
5. DMARC-Eintrag härten
Wenn ein Teil des Spams versucht, deine eigene Domain als Absender vorzutäuschen (Spoofing), lohnt sich ein Blick auf deinen DMARC-Eintrag. Mit dem Wert p=quarantine (statt p=none) werden nicht authentifizierte E-Mails, die deine Domain missbrauchen, von vielen Empfängerservern automatisch in den Spam-Ordner verschoben statt normal zugestellt. Passe den Eintrag über deine DNS-Verwaltung an oder lasse dich dabei von unserem Support unterstützen.
Fazit & Support-Hinweis
Eine akute Spam- oder Botnet-Flut lässt sich selten allein durch Einstellungen im eigenen Postfach lösen. Melde dich bei anhaltenden Problemen bei unserem Support, damit wir prüfen können, ob eine Whitelist-Aufnahme nötig ist, und lasse zusätzlich deinen DMARC-Eintrag auf einen strengeren Wert wie p=quarantine prüfen.