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Warum seid ihr so teuer?

Günstiges WordPress-Hosting kostet 30x mehr als du denkst!

Da wir seit Jahren in der Webhosting-Branche tätig sind und speziell WordPress-Hosting betreiben, hat es uns zum Nachdenken gebracht, warum so viele Kunden total frustriert zu uns wechseln.

Wenn die Leute die Wirtschaftlichkeit von Webhosting-Unternehmen verstehen und wissen würden, wie sie wirklich arbeiten, würden sich ihre Einstellung komplett ändern. Die meisten billigen WordPress-Hosting-Unternehmen teilen ihren Kunden in der Regel keine Informationen über die Funktionsweise ihres Systems oder über das, was wirklich im spottbilligen Paket enthalten ist mit.

Wenn Sie sich jedoch die Zeit nehmen würden um das Kleingedruckte zu lesen, würden sie begreifen, dass es keine unbegrenzte Bandbreite oder unbegrenzten Speicherplatz gibt, da dies einfach nicht möglich ist.

In diesem Artikel möchte ich dir die Funktionsweise von Webhosting-Unternehmen, warum einige von ihnen unglaublich günstige Preise verlangen und wie sie ihr Geld letztendlich wirklich verdienen erklären. Einige der Antworten könnten dich sehr überraschen.

Beispielhafte Kostenaufschlüsselung

Ein Hosting-Unternehmen muss wie jedes andere Unternehmen agieren, wobei der Bruttogewinn darüber entscheidet, wie viele Mitarbeiter das Unternehmen beschäftigen kann, um letztendlich dem Kunden einen entsprechend guten oder schlechten Service zu bieten.

Durchschnittliche Kosten der verkauften Waren (30%) 

Bei den meisten Hosting-Unternehmen liegen die durchschnittlichen Kosten für eingekaufte Waren wie Server in Rechenzentren bei etwa 30%. Das lässt 70% von jedem Euro übrig, um Personal und alles andere zu bezahlen.

Die Marketingkosten liegen bei geschätzten 10% 

Wenn das Unternehmen weiter versucht zu wachsen, werden weitere 10% für Marketingausgaben aufgewendet, denn schließlich sind die Kosten für die Kundenakquise beim Hosting tatsächlich sehr hoch.

Hier stehen dem Unternehmen mehrere, teilweise sehr Kostenintensive Wege zur Verfügung. Wenn man sich zum Beispiel für Pay-per-Click (PPC) entscheidet, kann ein Schlüsselwort wie „Webhosting“ bis zu 20 Euro pro Klick kosten.

Aufgrund der Konkurrenz am Markt, kann es Jahre dauern, bis man mit Suchmaschinenoptimierung für den Begriff „Webhosting“ eine organische Position bekommt. Wir sind definitiv Fans des organischen Ansatzes und des Content-Marketings, aber es ist ein langfristiges Spiel und erfordert Beständigkeit und Geduld.

Dann muss man auch bereit sein, Tausende von Euro zu zahlen, um treffende Inhalte zu erstellen, welche in dieser Branche mithalten können. Ein gut geschriebener technischer Artikel, mit mindestens 2.500 Wörtern, kann leicht 1500 Euro kosten. Der Versuch, günstige Inhalte über Onlinewriter zu beziehen, funktioniert einfach nicht. Sie müssen Zeit damit verbringen, freiberufliche Schriftsteller zu finden, die wiederum Experten auf dem Gebiet Server und Hosting sind und auch treffende Artikel verfassen können.

Marketing und Serverinfrastruktur zusammen bedeuten also, dass nur 60% jedes Euros, den ein Hosting-Unternehmen umsätzt, für die Bezahlung der Gehälter und aller anderen Ausgaben zur Verfügung stehen.

Zahlen aufschlüsseln 

Nehmen wir an, du hast dich für ein günstiges WordPress-Hosting entschieden und zahlst 10 Euro pro Monat.

Schauen wir uns die Zahlen in einem Bespiel kurz an: 
Wenn du dem Hoster 10 Euro pro Monat zahlst und ein guter Systemadministrator 100.000 Euro pro Jahr, einschließlich aller unternehmerischen Ausgaben kostet, wie viele Kunden benötigen man, um diesen einen Mitarbeiter zu beschäftigen?

Die Antwort könnte dich überraschen. Es sind keine 833 Kunden, da 833 x 120€ = ~ 100.000 Euro ergeben. Das würde aber voraussetzen, dass das Unternehmen keine Kosten für den Verkauf oder das Marketing hat, aber man muss bedenken, dass das Hosting-Unternehmen in diesem Beispiel schon ein Budget für Serverinfrastruktur von 30% sowie ein Marketingbudget von 10% und daher nur noch 60 Cent von jedem Euro hat, um das Personal zu bezahlen.

Unter Verwendung der obigen Annahmen, kann die reale Antwort mit etwas einfacher Mathematik gefunden werden.

€ 100.000 = X * 120 * 0,6 
100.000 Euro = 72x 
X = 1,389 Kunden

Durch die Lösung für X stellen wir fest, dass es sich um fast 1400 Kunden handelt. Für 1400 Kunden zu einem Preis von 10 Euro pro Monat kann das Unternehmen einen Systemadministrator einstellen.

Man kann es sich auch so vorstellen:
Wenn 1.389 Kunden jeweils 10 Euro pro Monat, somit 120 Euro pro Jahr zahlen, ergibt dies einen Jahresumsatz von 166.680 Euro. Nach Kosten von 30% für Serverinfrastruktur und 10% Marketing verbleibt dem Unternehmen ein Betrag von 100.000 Euro für das Gehalt. Für jeweils 1.400 Kunden zu einem Preis von 10 Euro pro Monat kann sich somit ein Hosting-Unternehmen leisten, einen Systemadministrator zu beauftragen.

Aber wie kann ein Systemadministrator, der ein komplexes Hosting-Problem behebt, die technischen Probleme von fast 1.400 Kunden lösen? 
Die Antwort darauf ist logisch und simpel. Er kann es nicht!

Dies spiegelt jedoch nicht die Tatsache, dass ein echtes Unternehmen noch viele weitere Kosten hat, um seinen Bruttogewinn abzüglich Marketing für folgende Zwecke zu verwenden:

  • Bezahlen der Gründer
  • Miete und Personal
  • Bandbreitenkosten und Hosting-Infrastruktur
  • Komplexe Analyse- und Monitoringkonfigurationen
  • Transaktions-E-Mail-Dienste
  • CDN-Integrationen
  • Support- und Ticketsysteme wie Intercom

Wir verwenden dieses Beispielzahlen, da die Mathematik in dieser Rechnung am einfachsten ist.

Warum und wie billig WordPress Hosting existiert

Warum bieten aber trotzdem so viele Hosting-Unternehmen einen so günstigen Tarif, wenn die Kosten für 10 Euro pro Monat nicht den Kunden zugute kommen? Die Antwort ist gleich zweifach einfach.

Eine ist, dass sie versuchen, viel Geld mit Upselling und versteckten Gebühren zu verdienen, mit Themen wie Website-Migrationen, SSL-Zertifikaten, Domain-Registrierungen, WHOIS-Datenschutz, Einnahmen aus geparkten Domains, dedizierten IP-Adressen, gefälschter SEO-Hilfe, Website-Abzeichen u.s.w.

Das zweite ist, was in der Hosting-Branche gerne als „churn and burn“ bezeichnet wird. Dies ist ein Geschäftsmodel, bei dem der Hoster weiss, dass er mit einer Köder-Strategie viele Kunden unter Vertrag bekommt.
Hierbei aber gleichzeitig in Kauf nimmt, dass der Kundenservice infolgedessen schrecklich sein wird, sich bewusst ist, dass die Leute verärgert sein werden, und damit rechnet, dass pro Quartal X Kunden verloren gehen und das gesamte Geschäftsmodell darauf ausgelegt, dieses X durch Neukunden zu ersetzen.

Wie läuft das eigentlich ab: 
Es ist ziemlich einfach im billig Hosting-Segment zuerst alles unbegrenzt anzubieten und dann später diese Kunden, aufgrund der verbrauchten Bandbreite, Ressourcen und der Leistung zu drosseln. Diese erfolgreichen Websites werden quasi ausgebremst und bekommen eine Nachricht ihr Konto sei vorübergehend begrenzt.

Der Kunde ist unglücklich, kündigt, zieht mit seiner Seite um und das Hosting-Unternehmen reibt sich die Hände, da es die Seite durch einen Kunden ersetzen kann, die nur wenig bis gar keinen Datenverkehr hat. Es sind Geschäftsmodelle wie dieses, die der Hosting-Branche einen schlechten Ruf verleihen.

Man muss in dieser Branche aufhören, das absolute Minimum zahlen zu wollen. 

Deshalb sollte man, wenn man über ein neues Hosting-Paket nachdenkt, aufhören, das absolute Minimum zahlen zu wollen. Durch die zusätzliche Arbeit, sowie dem Verlust von Suchmaschinenranking und folglich Kunden, entstehen einem letztendlich ein vielfaches an Ärger und Mehrkosten.

Wenn man also daran denkt, ein Hostingpaket einzukaufen, hört man besser auf, das absolute Minimum zu bezahlen und denkt darüber nach, was man wirklich kauft. Man kauft nämlich auch Support und Kontakt zu Personen mit umfassenden Kenntnissen über die Funktionsweise von WordPress und vor allem über die Fehlerbehebung und kauft sich somit in ein Team ein, das einem auf seiner Reise behilflich sein wird.

HostPress wurde aus diesem Grund gegründet und kann deshalb so erfolgreich wachsen. Es gibt Personen, die wir „Host-Hopper“ nennen, diese sind seit Jahren bei verschiedene Hosting-Anbietern und versuchen, einen zu finden, der aus den schrecklichen „Church and Burn“ Praktik ausbricht.

Unsere Kunden sehen unsere Leistung und den enormen Mehrwert, den HostPress bietet und sind bereit, dafür auch etwas mehr zu zahlen. Deshalb können sie sich ganz auf das Wachstum ihres Geschäfts konzentrieren, anstatt sich Gedanken über Ausfallzeiten und Fehler zu machen oder sich den Kopf darüber zu zerbrechen, welches WordPress-Plugin Leistungsprobleme verursacht.

Natürlich kann sich nicht jeder Hunderte Euro pro Monat für ein Hosting leisten, aber auf der anderen Seite, sollten man auch seine Erwartungen entsprechend festlegen. Wenn man mehr Geld für Kaffee im Monat ausgibt als für das Hosting, wirst du in der Welt des Hostings schwer enttäuscht werden.

Wenn du dich für ein günstiges WordPress-Hosting entscheidest, solltest du damit rechnen, dass deine Website von Zeit zu Zeit ausfällt, da du mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einem Server mit Hunderten Benutzern liegst. Erwarte außerdem, dass deine Supportanfragen und die meisten Probleme nicht so schnell behoben werden können. Es funktioniert nur so weit, wie die Umsatzzahlen des Hosters funktionieren.

Wir hoffen, dich etwas ins Grübeln gebracht zu haben und würden uns freuen, wenn wir dich als Kunden von einem besseren Hosting überzeugen dürfen.

Zuletzt geändert: 7. Juni 2019

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