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IP-Sperre nach fehlerhaften Loginversuchen

Ich habe mich mehrfach falsch angemeldet und erreiche meine Webseite und den Server plötzlich nicht mehr!

Keine Angst, deine Webseite und der Server sind für alle Besucher erreichbar und nicht down!

So wie deine EC-Karte nach mehrfach falscher PIN-Eingabe am Bankautomat eingezogen wird, so wird auch die Verbindung zum Server, bei mehrfachen fehlerhaften Loginversuchen, gekappt und deine IP kommt aus Sicherheitsgründen auf eine Blacklist.

Dies ist ein enormes Sicherheitsmerkmal, welches schnell greift, sobald jemand versucht, deinen Accounts mächtig zu werden.

Wie lange dauert eine Sperre?

Je nach Art des IP-Blocks, bist du in der Regel wieder nach circa 10 Minuten freigeschaltet und du musst nichts weiter tun.

Sollte sich diese kurzfristige Sperre, durch weitere fehlerhafte Anmeldungen wiederholen, gerät deine IP in eine Sperre von 7 Tagen. Danach wird die Freischaltung also nicht mehr kurzfristig automatisch erfolgen und du musst dich durch unseren technischen Support wieder freischalten lassen.

Welche Sperren gibt es?

Egal ob du dich in deinem WordPress, in Plesk, per FTP, per SSH oder mit deinem E-Mail-Konto falsch anmeldest, kannst du eine Sperrung auslösen.

Hierbei ist natürlich zu erwähnen, dass FTP-Programme und E-Mail-Clients häufig eine längere Sperre auslösen, da diese automatisch immer wieder einen falschen Login übermitteln.

Was kann ich selbst tun?

Für deine gesamte Passwortsicherheit empfehlen wir dir einen Passwortmanager.
Mit solchen Tools sind deine Passwörter nicht nur enorm sicher abgelegt, man kann sich auch mit nur wenigen Klicks korrekt anmelden.

Kopiere deine Zugangsdaten über die Zwischenablage um Tippfehler zu vermeiden.

Achte bei der Einrichtung von Programmen auf die korrekten Einstellungen um längere Sperren zu verhindern.

Was, wenn die Sperre länger anhält oder keinem der oben genannten Fälle zuzuordnen ist?
In manchen Fällen bleibt eine IP-Adresse auch nach Ablauf der üblichen 10-Minuten- bzw. 7-Tage-Sperre weiterhin blockiert, oder eine Sperre lässt sich nicht eindeutig auf fehlerhafte Login-Versuche zurückführen (zum Beispiel bei älteren, manuell gesetzten Sperren im Zusammenhang mit einem konkreten Vorfall).

So gehst du vor:

  • Prüfe zunächst, ob die betroffene IP-Adresse aktuell noch aktiv für Login-Versuche genutzt wird – in diesem Fall kann die Sperre durch weiterhin laufende, fehlgeschlagene Anmeldungen erneut ausgelöst werden.
  • Wenn die Sperre trotzdem bestehen bleibt oder du dir über die Ursache nicht sicher bist, wende dich mit der betroffenen IP-Adresse an unseren Support.
  • Unser Support-Team prüft die serverseitigen Firewall-Regeln und kann die IP-Adresse bei Bedarf manuell freigeben – auch wenn zum ursprünglichen Sperrgrund kein Kommentar mehr hinterlegt ist.

IP-Sperre durch DDoS-Schutz statt durch Login-Fehler

Nicht jede automatische IP-Sperre entsteht durch fehlerhafte Login-Versuche. Wenn unsere Rechenzentren einen DDoS-Angriff (eine gezielte Überlastung durch sehr viele gleichzeitige Anfragen) auf einen Server erkennen, greift zusätzlich eine automatische Firewall-Erkennung. Diese kann in seltenen Fällen auch die IP-Adresse eines ganz normalen Besuchers oder Kunden fälschlicherweise als Teil des Angriffs einstufen und vorübergehend blockieren.

Woran erkennst du das?

  • Deine Website und/oder Plesk sind plötzlich nicht mehr erreichbar (z. B. „ERR_CONNECTION_TIMED_OUT“), obwohl andere Projekte auf demselben Account normal funktionieren.
  • Kolleg:innen oder andere Standorte können die Seite problemlos aufrufen – nur deine eigene IP-Adresse ist betroffen.
  • Ein Zugriff über ein anderes Netzwerk (z. B. mobile Daten statt WLAN) funktioniert wieder.
  • Es tauchen unabhängig von Login-Vorgängen scheinbar zusammenhangslose Fehlerbilder auf, etwa SSL- oder Verbindungsfehler, deren eigentliche Ursache tatsächlich ein DDoS-Vorfall im Rechenzentrum ist.

Was du tun kannst

  1. Ermittle deine aktuelle öffentliche IP-Adresse (siehe Abschnitt „Wie finde ich meine aktuelle IP-Adresse?“ oben in diesem Artikel).
  2. Kontaktiere den HostPress-Support und teile deine IP-Adresse sowie die betroffene Domain mit.
  3. Der Support kann die Sperre manuell aufheben und deine IP-Adresse bei Bedarf befristet (in der Regel für 7 Tage) oder dauerhaft auf eine Whitelist setzen, wenn deine IP-Adresse statisch ist.
  4. Beachte: Wenn dein Router neu startet und dir eine neue IP-Adresse zugewiesen wird, kann die neue IP erneut betroffen sein – melde dich in diesem Fall einfach erneut beim Support.

Wichtig zu wissen

Während eines laufenden DDoS-Vorfalls kann es zusätzlich zu kurzen, wiederkehrenden Downtimes kommen, während unser Rechenzentrum die Filterregeln nachjustiert – das ist unabhängig von deinem eigenen Account und keine Fehlkonfiguration deiner Website. Sollte deine Seite dabei kurzfristig komplett offline erscheinen, obwohl du keine IP-Sperre feststellen kannst, melde dich trotzdem beim Support: Wir prüfen dann sowohl die Firewall-Einträge als auch den Status auf Rechenzentrumsebene.

• Wiederholte Sperrung trotz korrekter Zugangsdaten

Solltest du feststellen, dass deine IP-Adresse wiederholt gesperrt wird, obwohl du dich nach eigener Einschätzung stets korrekt angemeldet hast, kann das mehrere Ursachen haben – zum Beispiel ein automatisiertes Programm (E-Mail-Client, FTP-Tool) im Hintergrund, das mit veralteten Zugangsdaten arbeitet, oder mehrere Personen, die dieselbe (Firmen- oder VPN-)IP-Adresse nutzen.

Falls sich eine Sperre bei dir nicht wie beschrieben nach kurzer Zeit von selbst löst oder immer wieder auftritt, wende dich an den HostPress-Support. Wenn deine IP-Adresse statisch ist (also nicht bei jeder Einwahl wechselt, wie es z. B. bei vielen Firmen- oder VPN-Anschlüssen der Fall ist), kann der Support diese dauerhaft auf eine Whitelist setzen, sodass zukünftige automatische Sperrungen für diese IP-Adresse ausbleiben. Teile dem Support in diesem Fall mit, ob deine IP-Adresse statisch ist – falls du dir unsicher bist, hilft dir der Support auch bei der Prüfung.

Support-Hinweis

Nicht jede IP-Sperre lässt sich automatisch zeitlich zuordnen. Wenn eine Sperre ungewöhnlich lange anhält oder du den Grund nicht nachvollziehen kannst, melde dich einfach mit der betroffenen IP-Adresse bei unserem Support – wir prüfen die Firewall-Einträge für dich und können die Sperre bei Bedarf manuell aufheben.

• IP-Sperre trotz korrekter FTP-Zugangsdaten bei sehr vielen Uploads in kurzer Zeit

Auch wenn du dich durchgehend mit korrekten Zugangsdaten per FTP verbindest, kann deine IP-Adresse gesperrt werden, wenn du innerhalb kurzer Zeit sehr viele einzelne Verbindungen aufbaust — etwa, weil du während der Entwicklung eine einzelne Datei wiederholt hoch- und herunterlädst oder aktualisierst.

Warum passiert das?

Bei einer ungewöhnlich hohen Zahl an FTP-Verbindungen in kurzer Zeit greift zusätzlich eine automatische Sicherheitsabfrage. FTP-Programme können diese Abfrage technisch nicht automatisch bestätigen; jede so „fehlgeschlagene“ Bestätigung zählt aus Sicherheitssicht wie ein fehlerhafter Loginversuch. Ab einer bestimmten Anzahl an Verbindungen innerhalb kurzer Zeit wird deine IP-Adresse dadurch automatisch gesperrt — unabhängig davon, ob deine Zugangsdaten korrekt waren.

Das kannst du tun

  • Vermeide während intensiver Entwicklungsarbeit sehr viele einzelne FTP-Verbindungen in kurzer Zeit, etwa durch häufiges einzelnes Hoch- und Herunterladen derselben Datei. Nutze wenn möglich eine dauerhafte FTP-Verbindung deines Programms, statt für jede Änderung eine neue Verbindung aufzubauen, oder fasse mehrere Änderungen zusammen, bevor du sie hochlädst.
  • Wurde deine IP-Adresse auf diese Weise gesperrt, wende dich mit deiner aktuellen IP-Adresse an den HostPress-Support — wir heben die Sperre für dich auf.
  • Bei einer festen (statischen) IP-Adresse kann der Support diese dauerhaft auf eine Whitelist setzen, damit dieses Verhalten künftig keine erneute Sperre auslöst.

• IP-Sperre durch SEO-Audits, Crawler- oder Test-Tools

Eine automatische IP-Sperre kann auch ohne fehlerhafte Logins entstehen. Das passiert, wenn du von deinem eigenen Internetanschluss aus Werkzeuge laufen lässt, die in kurzer Zeit sehr viele Seiten gleichzeitig abrufen. Typische Beispiele sind:

  • SEO-Audit- und Crawler-Programme, die deine Website komplett durchsuchen,
  • Tools zur Prüfung defekter Links oder zum Erstellen von Sitemaps,
  • Last- und Performance-Tests,
  • Cache-Preload- oder Warmup-Skripte, die du lokal startest.

Unsere Sicherheitssysteme können ein solches Zugriffsmuster nicht von einem Angriff unterscheiden und sperren deine IP-Adresse vorübergehend. Die Folge: Du erreichst plötzlich keine deiner Websites mehr, für alle anderen Besucher sind sie aber ganz normal erreichbar.

Woran du das erkennst

  • Die Sperre tritt während oder kurz nach einem laufenden Audit oder Crawl auf.
  • Alle Websites auf demselben Server sind für dich gleichzeitig nicht erreichbar.
  • Über ein anderes Netzwerk, z. B. mobile Daten statt WLAN, funktioniert der Zugriff.

Was du tun kannst

  1. Tool anhalten: Stoppe das laufende Audit oder den Crawl, damit die Sperre nicht sofort erneut ausgelöst wird.
  2. Gleichzeitige Abrufe reduzieren: Stelle im Tool die Anzahl paralleler Verbindungen (Threads) bzw. die Abrufe pro Sekunde deutlich herunter. Ein langsamerer Crawl dauert zwar länger, löst aber meist keine Sperre aus.
  3. IP-Adresse ermitteln: Finde deine aktuelle öffentliche IP-Adresse heraus (siehe Abschnitt „Wie finde ich meine aktuelle IP-Adresse?“).
  4. Support kontaktieren: Schicke uns deine IP-Adresse, die betroffenen Domains und den Hinweis, dass ein Audit- oder Crawler-Tool lief. Wir heben die Sperre auf.
  5. Whitelist für die Dauer des Audits anfragen: Wenn du das Audit noch abschließen musst, kann der Support deine IP-Adresse befristet auf eine Whitelist setzen. Bei einer statischen IP ist auch eine dauerhafte Freigabe möglich.

Tipp für regelmäßige Audits

Wenn du regelmäßig umfangreiche Crawls durchführst, plane sie außerhalb der Hauptbesuchszeiten ein und begrenze die Crawl-Geschwindigkeit dauerhaft im Tool. So schonst du die Server-Ressourcen deiner Websites und vermeidest erneute Sperren.

Nicht jedes Ladeproblem ist eine IP-Sperre

Ein Login-Fehler beim Control Panel, in Plesk oder in WordPress kann auch andere Ursachen haben – zum Beispiel einen kurzzeitigen Server-Neustart oder eine allgemeine Server-Wartung. Bevor du davon ausgehst, dass deine IP-Adresse gesperrt ist, warte zunächst die im Hauptartikel genannten ca. 10 Minuten ab und probiere es dann erneut. Bleibt das Problem bestehen, wende dich an unseren Support – wir prüfen dann serverseitig, ob tatsächlich eine Sperre vorliegt.

Wie finde ich meine aktuelle IP-Adresse?

Damit unser Support eine Sperre schnell prüfen oder deine IP-Adresse freischalten kann, benötigen wir deine aktuelle öffentliche IP-Adresse. So findest du sie:

  • Rufe in deinem Browser eine Seite wie wieistmeineip.de auf – dort wird deine aktuelle öffentliche IP-Adresse direkt angezeigt.
  • Kopiere die angezeigte IP-Adresse und teile sie uns per Chat, E-Mail oder Support-Ticket mit.

Beachte: Deine IP-Adresse kann sich ändern, zum Beispiel bei einem Routerneustart, einem Wechsel des Netzwerks (etwa vom WLAN auf einen mobilen Hotspot) oder bei Nutzung eines VPN. Wenn sich deine IP-Adresse häufiger ändert, sag uns das gerne, damit wir das bei der Freischaltung berücksichtigen können.

Zuletzt geändert: 19. Oktober 2026
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