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Plugin Updates richtig durchführen

In diesem Artikel wird erklärt, wie man Plugins bei WordPress aktualisieren sollte und wie man einen Fehler 500 beheben kann.

Wenn die Plugins einer WordPress-Installation aktualisiert werden, kann es zu verschieden Funktionsstörungen und Fehlern kommen. Im schlimmsten Fall ist die Webseite danach nicht mehr erreichbar und es wird lediglich ein Fehler 500 vom Server zurückgegeben. Dies ist immer Zeichen, dass ein Plugin eine Fehlfunktion hat.

Um auf diese Eventualität vorbereitet zu sein und reagieren zu können, empfehlen wir folgende Vorgehensweise.

Backup vor dem Update anlegen

Bevor man Updates auf seiner Webseite durchgeführt, sollte stets ein Backup erstellt werden. Durch ein funktionierendes und aktuelles Backup ist gewährleistet, dass eine Webseite in jedem Fall wiederhergestellt werden kann.

Anleitung zum Erstellen eines Backups auf dem HostPress Server

Nachdem deine Webseite erfolgreich aktualisiert wurde, die Webseite korrekt läuft und das Backup nicht mehr benötigt wird, kann das Backup wieder entfernt werden, um Speicherplatz freizugeben.

Der Updateprozess

Nachdem du ein Backup deiner Seite angelegt hast, ist der Updateprozess recht simpel und sollte in folgenden Schritten erfolgen.

  • Die Seite optisch prüfen 
  • Bei Premium Plugins die aktuellsten Versionen herunterladen und den hinterlegten Lizenzschlüssel überprüfen
  • Plugin für Plugin updaten
  • Cache leeren
  • Die Seite erneut auf korrekte Funktion und Optik prüfen 

Was unternehme ich, wenn ich während des Updatevorgangs einen Fehler 500 erhalte?

Wenn du den empfohlenen Aktualisierungsprozess eingehalten hast, ist diese zunächst nicht schlimm. Wenn, wie beschrieben, alle Plugin-Updates einzeln durchgeführt wurden, sollte das verursachende Plugin bekannt sein. 

Zunächst solltest du den Wartungsmodus deiner Webseite aktivieren. Wenn kein Zugriff zum Backend mehr möglich ist, kann dies auch über das WordPress-Toolkit geschehen.

Sreenshot: Plesk – WordPress Toolkit

Nun sollte das Problem Plugin deaktiviert werden, um sicherzustellen, dass der Fehler 500 durch Deaktivierung des Plugins behoben wurde. Sollte kein Zugang zum Backend bestehen, kann dies ebenfalls über das WordPress-Toolkit geschehen.

Screenshot: Plesk – WordPress Toolkit – Plugin-Verwaltung

Ergänzung: Langsame Seiten oder 504-Gateway-Fehler durch parallele Updates

Neben dem im Artikel beschriebenen Fehler 500 durch ein einzelnes fehlerhaftes Plugin kann es auch zu spürbar langsamen Seiten oder einem 504-Gateway-Fehler kommen, wenn mehrere Plugin-Updates gleichzeitig oder in sehr kurzer Abfolge auf mehreren Websites gestartet werden. In diesem Fall stauen sich Update- und Hintergrundprozesse und blockieren die verfügbaren FastCGI-Worker-Threads deines Hostingpakets – dadurch werden auch andere, eigentlich unbeteiligte Anfragen (Frontend und Backend) verlangsamt oder laufen in ein Timeout.

So gehst du am besten vor

  1. Führe Plugin-Updates nach Möglichkeit nacheinander statt gleichzeitig auf mehreren Websites durch, wie im Abschnitt „Der Updateprozess“ oben beschrieben.
  2. Warte nach jedem Update kurz ab und prüfe die Seite, bevor du das nächste Update startest.
  3. Solltest du während eines laufenden Updates einen 504-Gateway-Fehler oder deutlich langsamere Ladezeiten bemerken, warte einen Moment ab, da hängende Update-Prozesse in der Regel von selbst abschließen.
  4. Bleibt das Problem bestehen, wende dich an unseren Support – wir prüfen die Server-Logs auf hängende Update- bzw. Cron-Prozesse und schließen betroffene Updates bei Bedarf ab.

Fazit & Support-Hinweis

Ein 504-Gateway-Fehler während eines Updatevorgangs ist häufig kein Zeichen eines defekten Plugins, sondern ein Hinweis auf parallel laufende Update-Prozesse, die sich gegenseitig blockieren. Aktualisiere Plugins möglichst nacheinander und wende dich an unseren Support, wenn Ladeprobleme nach einem Update bestehen bleiben.

Der Fehler 500 wurde mit der Deaktivierung des Plugins behoben, was jetzt?

Sobald die Funktion der Webseite wiederhergestellt wurde, sollte man prüfen, welche Funktion das Plugin hatte und ob es essenziell für den Betrieb der Webseite ist.

In diesem Fall ist die oberste Priorität das Wiederherstellen der Funktion des Plugins. 

Hierfür gibt es mehrere Optionen:

  • Pluginhersteller kontaktieren
  • Downgrade des Plugins
  • Einspielen des Backups

Pluginhersteller kontaktieren

Gerade bei premium Plugins sollte der erste Schritt zur Lösung des Problems die Kontaktaufnahme mit dem Hersteller sein. Oft sind es nur kleine Fehler im Code, welche das Problem verursachen. Dem Hersteller sind eventuell schon Probleme von anderen Usern bekannt und kann enorm schnell Abhilfe leisten.

Downgrade des Plugins

Je nach Plugin gibt es auch die Funktion eine neuere nicht funktionierende Version
durch eine alte funktionierende auszutauschen. Hierfür ist es aber nötig, im Besitz einer alten funktionierenden Funktion zu sein. Viele Pluginhersteller bieten alte Versionen ihrer Plugins auf ihrer Webseite zum Download an. Diese kannst du dann beim Hersteller wieder herunterladen und bei dir installieren.

Einspielen des Backups

Wenn die beiden oben genannten Optionen keinen Erfolg zeigen, musst du dein letztes Backup wieder einspielen. Über das Backup lässt sich mit nur wenigen Klicks, die zuvor gespeicherte Version der Seite wiederherstellen.

Nach der Wiederherstellung der Webseite sollten keine Updates dieses Plugins mehr durchgeführt werden, bis der Fehler in einer neueren Version behoben wurde.

Warum werden meine Plugins automatisch deaktiviert – auch ohne manuelles Update?

Wenn in WordPress plötzlich mehrere oder sogar alle Plugins deaktiviert sind, obwohl du selbst kein Update durchgeführt hast, kann das verschiedene Ursachen haben. Wichtig ist: In vielen Fällen wurde nicht „einfach so“ etwas deaktiviert, sondern WordPress, ein Sicherheitssystem oder ein Verwaltungstool hat auf ein Problem reagiert.

Auch wenn du kein Update manuell gestartet hast, können im Hintergrund automatische Plugin-, Theme- oder Sicherheitsupdates laufen. Außerdem können Sicherheitsprüfungen, Malware-Scans oder Änderungen am Plugin-Verzeichnis dazu führen, dass WordPress Plugins nicht mehr korrekt erkennt.

Mögliche Ursachen

1. Plugin-Dateien waren kurzzeitig nicht erreichbar

WordPress speichert aktive Plugins in der Datenbank. Wenn WordPress beim Laden des Backends feststellt, dass ein aktives Plugin nicht mehr vorhanden oder ungültig ist, kann es dieses Plugin automatisch deaktivieren.

Das kann zum Beispiel passieren, wenn der Ordner wp-content/plugins kurzzeitig umbenannt, verschoben, gelöscht oder nicht lesbar ist. Auch fehlerhafte Dateirechte, unvollständige Backups, fehlgeschlagene Wiederherstellungen oder unterbrochene Update-Prozesse können dazu führen.

Wenn WordPress den Plugin-Ordner oder einzelne Plugin-Dateien nicht findet, wirken die Plugins für WordPress wie „nicht vorhanden“. Werden sie danach wieder hergestellt, bleiben sie unter Umständen trotzdem deaktiviert und müssen manuell erneut aktiviert werden.

2. Ein kritischer PHP-Fehler oder eine Inkompatibilität

Ein einzelnes Plugin kann durch einen PHP-Fehler, eine Inkompatibilität mit der verwendeten PHP-Version oder einen fehlerhaften Plugin-Stand einen kritischen Fehler auslösen.

WordPress versucht in solchen Fällen über den Recovery Mode, den Zugriff auf das Backend wieder möglich zu machen. Dabei werden fehlerhafte Erweiterungen nicht zwingend dauerhaft deaktiviert, sondern können für den Zugriff im Recovery Mode pausiert werden.

Trotzdem kann es im Alltag so wirken, als sei ein Plugin „automatisch deaktiviert“ worden. Vor allem dann, wenn zusätzlich ein Sicherheitstool, ein Hosting-Tool oder ein Administrator eingegriffen hat.

3. Automatische Sicherheitsmaßnahmen durch Hosting- oder Sicherheitstools

Tools wie das Plesk WordPress Toolkit, WP Guardian, Imunify360 oder andere Sicherheitslösungen können Plugins prüfen, aktualisieren, bereinigen oder bei Sicherheitsrisiken deaktivieren.

Im Plesk WordPress Toolkit gibt es zum Beispiel Einstellungen, mit denen sicherheitsrelevante Plugin-Updates automatisch installiert werden können. Je nach Konfiguration können gefährdete Plugins auch deaktiviert statt aktualisiert werden.

Auch Malware-Scanner können Dateien bereinigen oder entfernen, wenn sie als infiziert erkannt werden. Betrifft das eine Plugin-Datei, kann WordPress das Plugin anschließend nicht mehr korrekt laden.

4. Automatische Plugin-Updates im Hintergrund

Auch wenn du selbst kein Update gestartet hast, können automatische Updates aktiv sein. Das kann direkt über WordPress, über das Plesk WordPress Toolkit oder über andere Verwaltungsfunktionen passieren.

Wenn ein automatisches Update fehlschlägt oder unvollständig bleibt, können Plugin-Dateien fehlen oder beschädigt sein. In der Folge erkennt WordPress das Plugin möglicherweise als ungültig und deaktiviert es.

5. Manuelle oder externe Änderungen

Nicht immer ist WordPress selbst die Ursache. Auch folgende Punkte kommen infrage:

  • ein anderer Administrator hat Plugins deaktiviert,
  • ein Deployment oder Sync hat den alten Plugin-Status überschrieben,
  • ein Backup wurde teilweise wiederhergestellt,
  • eine Staging-Umgebung wurde auf die Live-Webseite übertragen,
  • die Datenbankoption für aktive Plugins wurde verändert,
  • der Plugin-Ordner wurde per FTP, SSH oder Dateimanager geändert.

Was du prüfen solltest

1. Zeitpunkt notieren

Notiere dir Datum und möglichst genaue Uhrzeit, zu der die Deaktivierung aufgefallen ist. Das ist wichtig, um Server-, Plesk-, WordPress- und Sicherheitslogs gezielt prüfen zu können.

2. Plugin-Status im Plesk WordPress Toolkit prüfen

Wenn du Plesk nutzt, öffne das WordPress Toolkit und prüfe dort den Plugin-Status. Dort kannst du Plugins oft auch dann wieder aktivieren, wenn du nicht mehr ins WordPress-Backend kommst.

Prüfe zusätzlich die Logs im WordPress Toolkit. Dort können Aktionen wie Updates, Sicherheitsmaßnahmen oder Statusänderungen sichtbar sein.

3. WordPress- und Server-Logs prüfen

Prüfe die Error-Logs der Webseite rund um den Zeitpunkt des Vorfalls. Relevant sind vor allem PHP-Fehler, Hinweise auf fehlende Dateien, Berechtigungsprobleme oder Fehler während eines Updates.

Typische Hinweise wären zum Beispiel:

  • „failed to open stream“
  • „No such file or directory“
  • „Fatal error“
  • „Permission denied“
  • „Plugin could not be loaded“
  • „Update failed“

4. Plugin-Verzeichnis prüfen

Kontrolliere per FTP, SSH oder Dateimanager, ob der Ordner wp-content/plugins vorhanden ist und ob die Plugin-Ordner vollständig aussehen.

Achte besonders darauf, ob Plugin-Ordner fehlen, leer sind, ungewöhnliche Dateirechte haben oder kürzlich verändert wurden.

5. Sicherheits- und Malware-Logs prüfen

Wenn auf dem Server Imunify360, WP Guardian, Wordfence, Patchstack, Sucuri oder ein anderes Sicherheitssystem aktiv ist, prüfe dort die Ereignisse.

Wichtig ist vor allem, ob Dateien bereinigt, blockiert, entfernt oder als verdächtig markiert wurden.

6. Debugging nur kontrolliert aktivieren

Wenn der Fehler erneut auftritt oder sich reproduzieren lässt, kann WordPress-Debugging helfen.

Aktiviere Debugging aber nicht dauerhaft sichtbar im Frontend. Sinnvoller ist eine Protokollierung in die Debug-Datei:

define( 'WP_DEBUG', true );

define( 'WP_DEBUG_LOG', true );

define( 'WP_DEBUG_DISPLAY', false );

Danach kannst du die Datei wp-content/debug.log prüfen. Nach der Analyse sollte Debugging wieder deaktiviert werden.

Was du nicht sofort tun solltest

Aktiviere nicht blind alle Plugins wieder, wenn du den Grund noch nicht kennst. Wenn ein Sicherheits-Tool ein Plugin wegen einer Schwachstelle oder Malware deaktiviert hat, kann eine direkte Reaktivierung riskant sein.

Besser ist:

  1. Ursache prüfen,
  2. Logs kontrollieren,
  3. Plugin-Dateien und Versionen prüfen,
  4. betroffene Plugins aktualisieren oder sauber neu installieren,
  5. anschließend gezielt reaktivieren und testen.

Fazit

Wenn WordPress-Plugins plötzlich deaktiviert sind, ohne dass du selbst ein Update durchgeführt hast, liegt die Ursache häufig in einem von vier Bereichen:

  • WordPress konnte Plugin-Dateien nicht mehr finden oder lesen,
  • ein automatisches Update ist fehlgeschlagen,
  • ein Sicherheitssystem hat eingegriffen,
  • oder ein kritischer Fehler bzw. eine Inkompatibilität hat eine Schutzreaktion ausgelöst.

Der wichtigste nächste Schritt ist die Prüfung der Logs rund um den genauen Zeitpunkt des Vorfalls. Besonders hilfreich sind dabei das Plesk WordPress Toolkit, die PHP-Error-Logs, mögliche Malware-Scanner-Logs und die WordPress-Debug-Datei.

Wenn du dir unsicher bist, sende unserem Support bitte einen Screenshot der Plugin-Übersicht, den ungefähren Zeitpunkt des Vorfalls und den Hinweis, ob du Plesk, Imunify360 oder ein anderes Sicherheitstool im Einsatz hast. Dann können wir gezielt nach der Ursache suchen.

Der HostPress Update Service

Wenn du keine Lust hast, dich mit der Aktualisierung deiner Webseite oder gar solchen Ausfällen auseinanderzusetzen, bieten wir unseren Update Service an.

Wir kümmern uns um alle WordPress Aktualisierungen und gewährleisten eine ständige Funktionalität der Webseite nach jedem Updatevorgang durch unser manuelles Prüfverfahren.

Zuletzt geändert: 10. August 2026
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