Vielleicht hast du in deiner WordPress-Pluginliste ein Plugin namens „Imunify Security“ entdeckt, das du selbst nicht installiert hast. Keine Sorge: Das ist kein Angriff. Wir rollen gerade auf allen Servern einen zusätzlichen Bot-Schutz aus, der auf unserer Sicherheitsplattform Imunify360 aufbaut. Dabei wird das Plugin im Rahmen unserer Wartungsfenster installiert. Hier erfährst du, was das Plugin macht, wie du die Installation nachvollziehst und was du tun kannst, wenn der Schutz einen legitimen Dienst wie dein Uptime-Monitoring blockiert.
Voraussetzungen
- Eine WordPress-Website bei HostPress, auf der das Plugin „Imunify Security“ installiert ist (Menü Plugins → Installierte Plugins)
- Zugriff auf dein WordPress-Backend und auf Plesk
- Optional: ein externer Dienst, der deine Website automatisch aufruft (z. B. Uptime-Monitoring, Status-Seite, SEO- oder Performance-Tool), und dessen öffentliche IP-Adresse(n)
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Prüfen, ob das Plugin von HostPress stammt
- Öffne in WordPress Plugins → Installierte Plugins und suche nach „Imunify Security“.
- Prüfe in Plesk unter Websites & Domains → Logs, wann das Plugin installiert wurde. Liegt der Zeitpunkt in einem angekündigten HostPress-Wartungsfenster, stammt die Installation von uns.
- Bist du dir unsicher oder liegt der Zeitpunkt außerhalb eines Wartungsfensters? Dann melde dich beim Support. Wir bestätigen dir, ob die Installation von uns kommt.
Tipp: Mit einem Aktivitätsprotokoll-Plugin (z. B. „Simple History“ oder „Stream“) siehst du künftig auf einen Blick, wer wann ein Plugin installiert oder geändert hat.
2. So arbeitet der Bot-Schutz
Der Bot-Schutz bewertet eingehende Anfragen nach ihrem Muster. Gleichförmige, automatisierte Zugriffe in kurzen, regelmäßigen Abständen stuft er schnell als Angriff ein und blockiert sie oder beantwortet sie mit einer Sicherheitsabfrage. Das schützt deine Website vor Botnetzen und Lastspitzen. Es kann aber auch legitime Dienste treffen, die deine Seite genau so aufrufen:
- Uptime- und Verfügbarkeits-Monitoring
- Status-Seiten und Health-Checks
- externe SEO-, Performance- oder Crawling-Tools
- eigene Skripte oder Schnittstellen, die deine Seite regelmäßig abfragen
3. Erkennen, ob dein Monitoring blockiert wird
- Dein Monitoring meldet „Seite nicht erreichbar“, Timeouts oder unerwartete Statuscodes, obwohl die Website im Browser normal lädt.
- Die Meldungen begannen kurz nach einem HostPress-Wartungsfenster.
- Im Monitoring-Tool siehst du statt deiner Seite eine Sicherheitsabfrage („One moment, please …“) oder einen Fehlercode.
Ist dagegen dein eigener Zugriff auf Website und Plesk gesperrt, während die Seite über mobile Daten funktioniert, handelt es sich meist um eine klassische IP-Sperre. Lies dazu unseren Artikel IP-Sperre nach fehlerhaften Loginversuchen.
4. Freigabe beim Support anfragen
- Ermittle die öffentlichen IP-Adressen deines Monitoring-Dienstes. Die meisten Anbieter veröffentlichen sie in ihrer Dokumentation.
- Schreib dem Support:
- die betroffene Domain,
- Name des Dienstes und dessen IP-Adresse(n),
- ob die IP-Adressen fest (statisch) sind,
- seit wann die Blockierung auftritt.
- Wir prüfen die Firewall-Einträge und geben die IP-Adressen frei, soweit das auf deinem Server-Typ möglich ist. Bei wechselnden IP-Adressen ist eine Freigabe meist nicht sinnvoll. Dann hilft es oft, das Prüfintervall des Monitorings zu verlängern.
5. Plugin behalten oder entfernen?
Der Schutz auf Serverebene durch Imunify360 bleibt unabhängig vom Plugin aktiv. Wenn du das Plugin auf deiner Website nicht nutzen möchtest, kannst du es unter Plugins → Installierte Plugins deaktivieren und löschen. Gib dem Support bitte kurz Bescheid. Wir empfehlen, das Plugin aktiv zu lassen und stattdessen legitime Dienste freigeben zu lassen, denn der Bot-Schutz verringert Lastspitzen und 503-/504-Fehler durch automatisierten Traffic spürbar.
Fazit & Support-Hinweis
Das Plugin „Imunify Security“ gehört zu unserem neuen Bot-Schutz und wird im Rahmen von Wartungsfenstern installiert. Es blockiert auffällige, automatisierte Zugriffe und kann deshalb auch dein Monitoring treffen. Schick uns in diesem Fall die Domain, den Dienst und dessen IP-Adressen, dann kümmern wir uns um die Freigabe. Bei Fragen zum Plugin oder zum Rollout auf deinem Server hilft dir unser Support gerne weiter.